AG Geschichte und Erinnerung

Initiative zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Die „Initiative zum Gedenken an den Novemberprogrom 1938“, die unsere Pfarrgemeinde seit vielen Jahren mit trägt, hat sich am 15. Juni 2011 mit den Initiativen „Juden in Höchst“ und „Stolpersteine“ vereinigt. Dies war ein naheliegender Schritt, da die aktiven Mitglieder, die den Kern der 3 Initativen bilden, dieselben Engagierten sind. In unserem Pfarrgemeinderat wurde im Vorfeld dieser Schritt beraten und ausdrücklich begrüßt. Wir freuen uns, in Zukunft auf diese Weise auch weitere Aktivitäten ideell und finanziell zu unterstützen.

Der neue Name der Arbeitsgruppe lautet nun „AG Geschichte und Erinnerung. Initiative zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.“ Die obige Zeichnung der Höchster Synagoge von C. Rumpf (1926) bleibt weiterhin das Erkennungsmerkmal in der Öffentlichkeit.

Unterstützer der Arbeitsgruppe:

Bund für Volksbildung Frankfurt am Main Höchst e.V. / Neues Theater Höchst, CDU Höchst/Unterliederbach, Evang. Kirchengemeinde Höchst am Main, Evang. Dekanat Frankfurt-Höchst, Evang. Regenbogengemeinde Fankfurt-Sossenheim, Evang. Kirchengemeinde Frankfurt-Unterliederbach, Höchster Bildungsschuppen - Verein für Kultur, Politik und Berufsbildung Höchst e.V., Die Grünen im Frankfurter WestenJugend- und Kulturzentrum Höchst, Kath. Kirchengemeinde St. Josef Frankfurt-Höchst, Kath. Kirchengemeinde St. Johannes Ap. Frankfurt-Unterliederbach, Kath. Schulseelsorge Höchst, DIE LINKE. Höchst & westliche Stadtteile, Senioren-Initiative Höchst, SPD Ortsverein Frankfurt Höchst, Verein für Geschichte und Altertumskunde Frankfurt-Höchst e.V., VHS Frankfurt Filmforum Höchst.

Aufgaben und Veranstaltungen

Die Initiative plant jedes Jahr die Gedenkveranstaltung am 9. November mit einem Rahmenprogramm sowie die Verlegung von Stolpersteinen in Höchst und angrenzenden Stadtteilen. Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunther Demning, der für diese Arbeit 2005 das Bundesverdienstkreuz erhalten hat. Vor der Verlegung eines Stolpersteins wird von der Arbeitsgemeinschaft jeweils das Schicksal der einzelnen Menschen recherchiert und dokumentiert.

"Auf dem Stolperstein bekommt das Opfer seinen Namen wieder, jedes Opfer erhält einen eigenen Stein - seine Identität und sein Schicksal sind, soweit bekannt, ablesbar. Durch den Gedenkstein vor seinem Haus wird die Erinnerung an diesen Menschen in unseren Alltag geholt. Jeder persönliche Stein symbolisiert auch die Gesamtheit der Opfer, denn alle eigentlich nötigen Steine kann man nicht verlegen." (Gunter Demnig)

Aus den bisherigen Dokumentationen der Initiative wissen wir, dass die Verfolgung des Nationalsozialismus nicht nur unsere jüdischen Mitbürger betroffen hat, sondern bis in unsere katholische Gemeinde St. Josef hinein reichte. Deshalb bitte ich Sie auch um eine Nachricht, wenn Ihnen Schicksale von Verfolgten der NS-Zeit bekannt sind; z. B. wenn jemand als Behinderte/r, Homosexuelle/r, Sinti bzw. Roma oder auch aus politischen oder religiösen Gründen verfolgt worden ist.

Informationen und Kontakt: Franz-Karl Klug, Pastoralreferent, Tel. 069/ 33 99 96-17

Weiterführende Informationen

Auf der Homepage www.vor-dem-holocaust.de des Fritz Bauer Instituts finden Sie Fotos vom jüdischen Alltagsleben in Frankfurt Höchst.

Ausführliche Beschreibung des Projekts Stolpersteine auf der Homepage des Künstlers Gunther Demning.
Auf der Homepage der Stadt Frankfurt finden Sie Informationen zu Stolpersteinen in Frankurt a. M., sowie Details zu allen bisher im Stadteil Höchst verlegten Stolpersteinen. Hier finden Sie auch die Stolpersteine für die Katholiken Josef Schain und Siegfried Hahn.