Ministranten

 

Ministrantenfreizeit in Buch / Hunsrück     


In einem alten Bauernhaus in Buch im Hunsrück verbrachten vom 13. bis 15. Oktober 5 Minis und 2 Betreuer ein paar schöne Tage.

Jörg Kreutner und ich, Pfarrer Lorenz Eckardt, haben den Aufenthalt vorbereitet und durchgeführt. Dazu gehörte es, ein Programm zu erstellen und einen Essensplan zu machen, da wir ein Selbstversorgerhaus gebucht hatten.

Man hätte lieber einen anderen zum Einkaufen schicken sollen als mich, so brauchten wir wenigstens keine Angst zu haben zu verhungern. Es gab wirklich nur das Feinste zum Essen: selbst gemachte Pizza, Nudeln mit Hackfleischsoße, Kartoffeln in der Glut und alles was der Kühlschrank zu bieten hatte zum Brunch am Sonntag. Eis und Schokopudding mit Sahnehäubchen hatten es schwer auf dem Markt, denn von all dem Guten war der Magen immer schon so zufrieden, dass sie immer wieder in Kühlschrank zurückwanderten. Auf der Rückfahrt habe ich beide aber auch nicht mehr gesehen.

Auch wenn das leibliche Wohl ganz wichtig ist, war es nicht nur ein Schlemmerwochenende. Wir haben viel miteinander gespielt, z. B. „11er raus“ und „Uno“. Naturmandalas haben wir im Hof gelegt. Damit Sie es sich vorstellen können, hier eine kurze Erklärung. Mit bunten Tüchern legt man einen Kreis. Die nun umgrenzte Innenfläche gestaltet man mit Naturmaterialien, wie z. B. Blättern, Herbstblumen, Steinen, Früchten, Gräsern…

So entstehen wunderschöne Naturbilder.

Den Samstagabend haben wir, wie viele Bundesbürger es tun, vor der Klotze verbracht. Allerdings haben wir unser eigenes Programm gemacht und dem ganzen den viel versprechenden Namen „Videonacht“ gegeben. Gegen Mitternacht habe ich dann zu einem Mitternachtsgottesdienst in die Kapelle eingeladen. Man muss wissen, dass in diesem Haus, in dem bis 15 Personen übernachten können, vor Zeiten Ordensschwestern wohnten, die die dortigen Kranken versorgten. So kamen wir in den Genuss einer kleinen Kapelle, wo wir auch zum Morgen- und Abendgebet zusammengekommen sind. Unser Mitternachtsgottesdienst wurde nur mit Kerzenschein gefeiert.

Ein Nachmittagsausflug führte uns zur Burg Rheinfels, eine Burgruine mit unterirdischen Gängen.Da viele der Minis noch nicht das Rheintal kannten, haben wir uns entschlossen am Sonntag am Rhein entlang nach Hause zu fahren. Dazu gehörte selbstverständlich auch eine Überfahrt mit der Fähre.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob alle noch etwas von der Schönheit des Rheintales mitbekommen haben. In den Autos war es doch recht still geworden auf der Heimfahrt.

Es hat allen viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf die nächste Wochenendetour.